Grammatikfragen im Fach Arabisch der Thanaweya Amma verlangen meist die Funktion eines Wortes (إعراب) oder den Grund für seine Endung. Wer Regeln einzeln auswendig lernt, tut sich schwer. Besser funktioniert eine feste Routine: Satzart bestimmen, Funktion des Wortes bestimmen, dann Kasus und Kasuszeichen.
Die drei Schritte
- 1Satzart: Nominalsatz (beginnt mit einem Nomen) oder Verbalsatz (beginnt mit einem Verb)? Gibt es ein regierendes Wort wie كان oder إنّ?
- 2Funktion: Subjekt, Prädikat, Objekt, ḥāl usw.
- 3Kasus und Zeichen: Nominativ, Akkusativ oder Genitiv – und ob das Zeichen das ursprüngliche ist oder ein Ersatzzeichen.
Durchgerechnete Beispiele
- كان الجوُّ جميلًا: الجوُّ ist das Subjekt von kāna (Nominativ), جميلًا sein Prädikat (Akkusativ). Kāna setzt sein Prädikat in den Akkusativ.
- إنّ العلمَ نورٌ: العلمَ ist das Subjekt von inna (Akkusativ), نورٌ sein Prädikat (Nominativ). Inna wirkt also genau umgekehrt wie kāna.
- جاء الطالبُ مسرعًا: مسرعًا ist ein ḥāl (Zustandsakkusativ) und beschreibt, in welchem Zustand der Schüler kam.
- مررتُ بمساجدَ كثيرةٍ: مساجدَ steht nach der Präposition im Genitiv, trägt aber ein Fatḥa statt eines Kasra, weil es ein Diptoton ist (ein Plural nach dem Muster مفاعل).
Bevor du die Endung eines Wortes benennst, such das Wort, das es regiert. Das regierende Wort (Verb, Präposition, kāna, inna) bestimmt den Kasus.
So hilft dir EXAMEV
Die EXAMEV-Fragenbank für arabische Grammatik und Morphologie der Klasse 12 (Ägypten) hat 470 Fragen zu allen dreizehn Einheiten – von den Wortarten und dem إعراب bis zu Stilmitteln, abgeleiteten Formen und Zeichensetzung –, mit Erklärungen. Die Beispiele hier sind EXAMEV-Übungen, keine offiziellen Prüfungsfragen.
